Gedankensplitter
für den Mai 2026
Wir leben in der vielzitierten Zeit des Wandels. Nichts Neues, sagte doch bereits Adam beim Verlassen des Garten Eden zu Eva: Wir leben in einer Zeit des Wandels!
Einen Wandel erlebt auch die Schweizer Armee: Weg von einer Armee, welche Schwingfeste unterstützt und Rennpisten am Lauberhorn stampft. Hin zu einer Armee, welche wieder bereit und befähigt ist, Land und Leute gegen einen wahnsinnigen Kriegsherrn zu verteidigen. Dumm nur, dass das hierzu notwendige Material fehlt. Obwohl zumindest die bürgerlichen Politiker und Politikerinnen seit vier Jahren von Aufrüstung sprechen. Aber eben nur sprechen. Die Linke ihrerseits bleibt konsequent bei ihrer verteidigungspolitischen Realitätsverweigerung.
Ein Wandel ist auch beim dringend benötigten Nachwuchs für die Armee nötig: Ein Drittel eines Armeejahrgangs leistet heute den bequemen Zivildienst. Im Jahr 2000 wurden 1000 Gesuche für Zivildienst bewilligt. 2008 schaffte die Politik die obligatorische Gewissensprüfung ab, worauf im Folgejahr 6720 Zivildienst-Gesuche bewilligt wurden. 2025 waren es 7211 bewilligte Gesuche, also 7211 der Armee zur Auftragserfüllung fehlende junge Männer und Frauen.
Am 14. Juni stimmen wir über das Zivildienstgesetz ab. Ein JA zu dieser Vorlage sorgt dafür, dass der Zivildienst wieder seinem ursprünglichen Zweck der Sonderlösung für Personen mit einem tatsächlichen Gewissenskonflikt entspricht. Und mithilft, die Armeebestände zu steigern.
Kein Wandel, aber ein guter Kompromiss wurde beim Aadorfer Wasserpreis gefunden. Eine Lösung, bei der alle Beteiligten gleichzeitig zufrieden und ein wenig unzufrieden sind, auch die FDP. Ein klassischer Kompromiss also, wie er bei uns Brauch und Ordnung hat. Das Resultat führt allerdings dazu, dass die heutigen 6 Millionen Franken Schulden des EW Aadorf nicht wie geplant in den kommenden Jahren abgebaut werden können. Im Gegenteil, die Verschuldung wird in einem etwas verlangsamten Tempo weiter zunehmen. Die Frage nach der Nachhaltigkeit der getroffenen Lösung wird sich uns also schon bald wieder stellen.
Mit mehrheitlich zufriedenen Grüssen
Ihre FDP Aadorf