Gedankensplitter

Lautes Schweigen zum Aadorfer Schulhausprojekt

Hat die Schulbehörde ihre Pläne zum Bau eines neuen Aadorfer Schulhauses womöglich still und leise
begraben? Die Aussprache der Schulbehörde mit den politischen Parteien und weiterer involvierter
Kreise fand immerhin bereits vor zehn Monaten statt, wobei die Schulbehörde ein aktives Mitwirken
der Bevölkerung und der Parteien bei der Planung für das Nachfolgeprojekt in Aussicht stellte.
Passiert ist seither - Nichts.
Die Schockstarre sollte langsam überwunden sein. Ein breit abgestützter Beirat, der ab
Planungsbeginn konstruktiv am abgespeckten Schulhausprojekts mitwirkt, ist notwendig und
unumgänglich. Die FDP ist gerne bereit, sich hier aktiv einzubringen. Sollte die Schulbehörde erneut
im stillen Schulhauskämmerlein ein Projekt ausarbeiten und dieses dann als fixfertige Lösung der
Bevölkerung vorlegen, wäre dies wenig vertrauensbildend und vor allem wenig erfolgversprechend.
Die Schulbehörde steht unabhängig davon vor zahlreichen Herausforderungen: Wie soll die
Schulentwicklung grundsätzlich erfolgen? Zentral in Aadorf, oder eher dezentral in den
Aussengemeinden? Wie soll die Klassenorganisation auf Primarschulstufe gestaltet werden? Was soll
mit den Provisorien geschehen, nachdem die Sek NORD nun in das sanierte Schulhaus zurückkehrt?
Sollen die Provisorien während den bevorstehenden Sanierungen anderer Schulhäuser weitergenutzt
werden? Ist es günstiger, die Provisorien zu kaufen, anstatt jedes Jahr über 300'000 Franken Miete
dafür zu bezahlen? Wo soll die Schulergänzende Betreuung SEB untergebracht werden? Wobei die
FDP ganz klar für ein zeitgemässes Angebot an SEB einsteht. Sie fordert lediglich, dass der Grossteil
der Kosten durch die Familien, welche diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, finanziert wird. Eine
flächendeckende Verwendung von Steuergeldern für die SEB lehnt sie entschieden ab.
Alles unbestritten grosse und zukunftsweisende Herausforderungen. Es ist zu hoffen, dass die
Schulbehörde willens und fähig ist, diese erfolgreich und rasch anzugehen. Eine aktivere
Kommunikation wäre ein erster wichtiger Schritt. Dafür kann getrost auf Plaudereien aus der Schule
in den Aadorfer Nachrichten verzichtet werden. Das Schwadronieren über beschädigte
Garerobenhaken, welche leider ersetzt werden müssen, interessiert nicht wirklich.
Mit besorgten, aber bereiten Grüssen
Ihre FDP Aadorf
www.fdp-aadorf.ch