Acht Frauen und vier Männer nominiert

Die FDP.Die Liberalen Thurgau tritt im Herbst mit zwei Listen zu den Nationalratswahlen an. An der Mitgliederversammlung in Weinfelden nominierten die rund 100 anwesenden FDP-Mitglieder acht Frauen und vier Männer – darunter mit Nationalrat Hansjörg Brunner auch den Bisherigen. Die Jungfreisinnigen führen ihre Nominationsversammlung Ende April durch, womit die FDP im Thurgau mit insgesamt drei Listen an den Nationalratswahlen vertreten sein wird.

Nationalrat Hansjörg Brunner will sich in Bern weiterhin für eine bürgerfreundliche Politik, die sich an den Grundsätzen der Wirtschaftsfreiheit und der Eigentumsgarantie orientiert, einsetzen. «Weniger bürokratische Schikanen und Hürden für die Wirtschaft – weniger Schuldenwirtschaft und mehr Einsatz für die Bevölkerung.» Mit dem bisherigen FDP-Nationalrat kämpfen am 20. Oktober elf weitere Frauen und Männer um Stimmen.

Vielfältige Gesellschaft mit gemeinsamen Werten 

«Wir Liberale wollen die Schweiz mit Innovation und Eigenverantwortung weiterbringen. Die Gestaltung unserer Zukunft liegt in unseren Händen», rief Parteipräsident David H. Bon in Erinnerung. Diesem Gedankengut will die FDP Thurgau weiter Taten folgen lassen. «Mit zwölf starken Persönlichkeiten im Alter von 27 bis 67 Jahren, die alle Regionen vertreten, sind wir bestens aufgestellt und werden unseren Wähleranteil weiter ausbauen», sagt David H. Bon. Die zwölf Kandidierenden stellten sich den Mitgliedern per Videoclip vor.

Der Thurgau darf selbstbewusst sein

Das Erfolgsmodell «Schweiz» mit ihrem Engagement in Bundesbern sichern wollen auf der Stammliste der bisherige Nationalrat Hansjörg Brunner (Wallenwil), Anders Stokholm (Frauenfeld), Dominique Bornhauser (Weinfelden), Viktor Gschwend (Neukirch), Martina Pfiffner Müller (Gachnang) und Attila Wohlrab (Kreuzlingen). Laut Fraktionspräsident Anders Stokholm ist die Thurgauer Bevölkerung traditionsbewusst und zugleich zukunftsgerichtet. «Diese Haltung vom Wachsen im Bewusstsein um die eigenen starken Wurzeln will ich auf nationaler Ebene einbringen», so der Frauenfelder Stadtpräsident. Die 27-jährige Dominique Bornhauser will das Politisieren nicht nur der älteren Generation überlassen. «Ich will Verantwortung übernehmen und mich für eine hohe Bildungsqualität einsetzen», betont die Sekundarlehrerin. Viktor Gschwend, im letzten Jahr zum Schweizer Gärtner des Jahres gekürt, hat einen starken Bezug zur Natur. Der Gartenunternehmer, Präsident von «Jardin Suisse Thurgau» und Kantonsrat, ist ein grosser Verfechter der Biodiversität und fördert diese mit nachhaltigen Projekten. Seine Macherqualitäten beweist Viktor Gschwend in ganz unterschiedlichen Themen. So auch mit der Gründung der Kinderkrippe in Egnach. Martina Pfiffner Müller setzt sich für einen starken und selbstbewussten Thurgau ein. «Wir haben mehr zu bieten als Äpfel und schöne Landschaften», ist die selbständige Unternehmensberaterin überzeugt. «Wir sind fortschrittlich, innovativ und schlagkräftig, wir sind aber auch gefordert, im Zeitalter der Digitalisierung mit den neuen Trends in der Arbeitswelt mitzuhalten», so Martina Pfiffner Müller, Vizepräsidentin des Gewerbevereins der Region Frauenfeld. Attila Wohlrab liegt ein funktionierendes Milizsystem und ein schlanker Staat am Herzen. «Sie sind der Grundstein des Gemeinsinns.» Der Unternehmer eines KMU-Betriebes und Präsident des Arbeitgeberverbandes Kreuzlingen und Umgebung möchte mit seinem politischen Engagement ein Zeichen dafür setzen.

Frauen übernehmen Verantwortung

Die Frauenliste ist mit den drei Kantonsrätinnen Cornelia Hasler (Aadorf), Brigitte Kaufmann (Uttwil) und Cornelia Zecchinel (Kreuzlingen) prominent besetzt. Die selbständige PR-Beraterin Cornelia Zecchinel ist überzeugt, dass Kultur verbindet. Die Kreuzlinger Kantonsrätin sieht Parallelen zwischen Kunst und Unternehmertum. «Neues denken, Visionen entwickeln, Ziele anstreben, Ideen umsetzen». Brigitte Kaufmann als frühere Gemeindepräsidentin setzt ihren Schwerpunkt in der Gesetzgebung und in den Bereichen Regulierung, Deregulierung, Steuern und Finanzen. Sich konsequent Rechenschaft darüber geben, ob ein Gesetz als Problemlöser taugt, ist nach Auffassung der Uttwilerin eine urliberale Aufgabe, unabhängig von der politischen Tagesaktualität. Als frühere Spitzenvolleyballerin weiss Marketing- und Kommunikationsfachfrau Cornelia Hasler, wie eng das wertvolle Gut «Heimat» mit einer aktiven Gesellschaft verbunden ist, aber auch wie wichtig ein flexibles Bildungssystem sowohl im dualen wie im gymnasialen Bereich ist. Zeremonienmeisterin Maja Lüscher aus Aadorf vertritt auf der Frauenliste die aktuell viel zitierte Generation «Silver Society» und unterstreicht mit ihrer Kandidatur, dass die 65-Plus-Altersgruppe aktiv bleibt und mitbestimmen will. Jungpolitikerin Sibylle Moopanar aus Wilen (Gottshaus) strebt eine Kultur der Einsatzbereitschaft für die Allgemeinheit an. Die Primarlehrerin, die im Nebenamt Richterin beim Militärgericht ist, will vor allem in den Bereichen Bildung und Sicherheit aktiv Einfluss nehmen. Hochschuldozentin Dr. Maike Scherrer setzt sich für eine Stärkung des Denk- und Werkplatzes Schweiz ein und erachtet für diesen Nachhaltigkeit als ein rahmenbringendes Element. Die designierte Schwerpunktleiterin des Instituts für Nachhaltige Entwicklung, School of Engineering (ZHAW), ist Präsidentin der Volksschulgemeinde Nollen.

Zwölf Persönlichkeiten nominiert

Die zwölf vorgeschlagenen Persönlichkeiten wurden von den rund 100 anwesenden Mitgliedern einstimmig und mit grossem Applaus für die Nationalratswahlen nominiert. Die Nomination der Jungfreisinnigen findet am 26. April statt. Konkrete Namen will deren Präsidentin Nazmije Ismaili noch nicht verraten. «Wir werden an unserer Mitgliederversammlung aber ganz sicher eine volle Liste präsentieren und sechs starke Persönlichkeiten ins Nationalratsrennen schicken», verspricht sie.

Verzicht auf eigene Ständeratskandidatur

Die FDP Thurgau konzentriert sich im Herbst auf die Nationalratswahlen und verzichtet an den Ständeratswahlen 2019 auf eine eigene Kandidatur. Mittelfristig wollen die Thurgauer Freisinnigen wieder einen eigenen Sitz in der Kleinen Kammer.

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